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Verfasst am 04. 07. 2017 von Wolfgang Veit  
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Immer mehr Patienten vertrauen auf die Pinhole Surgical Technique (PST) -umgangssprachlich auch Zahnfleischlifting genannt. Als anerkannte und patentierte wissenschaftliche Methode zur Zahnfleischrekonstruktion schafft die Pinhole Surgical Technique für viele von Zahnfleischrückgang betroffene Menschen rasche und vor allem: minimalinvasive Abhilfe. In den Praxisräumen des Münchner Zahnarzts und lizenzierten PST-Anwenders Christian Bärenklau finden sich auch zunehmend Interessenten ein, die mit besonderen Fragestellungen aufwarten: Ist die PST auch dann wirksam, wenn ich eine Krone oder eine Füllung trage? „Ich bin Zähneknirscher. Kommt für mich ein Zahnfleischlifting überhaupt in Frage?“ Wie sind die Erfolgsaussichten einer Pinhole Surgical Technique-Behandlung bei starken Rauchern? Zahnfleischlifting trotz Wurzelbehandlung – kann das funktionieren? Und was passiert nach einem PST-Eingriff, wenn ich ein Implantat trage?

PST hilft bei Zahnfleischschwund

Als einer der europäischen Pioniere auf dem Gebiet des Zahnfleischlifting konnte Christian Bärenklau dank des ständigen Kontakts mit dem „Erfinder“ und Inhaber des PST-Patents, Dr. John Chao aus Los Angeles, die Fragen nicht nur für seine Patienten, sondern auch für die zahnmedizinische Fachwelt vertiefend klären. Das Ergebnis eines kürzlich veranstalteten Workshops in Los Angeles kann vielen von Zahnfleischrückgang betroffenen Personen gute Hoffnung machen: Selbst in komplizierten Fällen ist eine nachhaltig wirksame Zahnfleischrekonstruktion nach der Pinhole Surgical Technique möglich. Über den Workshop selbst berichtet Bärenklau auf seinem Blog: www.pinholesurgical-technique.de; dort gibt es auch viele Infos für Interessierte.

Zahnfleischlifting: bitte mit gesunden Zähnen!

Für ein wirksames und nachhaltiges PST-Zahnfleischlifting sind – rät Christian Bärenklau allen Fragestellern – zweierlei Dinge erforderlich: Der allgemeine Zahnstatus sollte die PST-Behandlung zulassen – das heißt, Zahnsanierungen müssen komplett abgeschlossen sein. Füllungen oder Kronen stellen kein Hindernis für einen wirksamen Pinhole Surgical Technique-Eingriff dar. Zudem sollten sämtliche entzündliche Prozesse wie etwa bei einer Parodontitis gestoppt bzw. ausgeheilt sein. Auch Wurzelbehandlungen müssen vor einem Zahnfleischlifting abgeschlossen sein.

PST für Bruxismuspatienten

Auch für Bruxismuspatienten gibt es Hoffnung auf ein mögliches Zahnfleischlifting. Bedingung: Der Druck auf die Kieferknochen durch das (nächtliche) Zähneknirschen muss minimiert werden. Dies kann zum einen durch eine sogenannte „Knirscherschiene“ passieren. Zum anderen setzt sich zunehmend die vorsichtige und gezielte Gabe von Botolinumtoxin  z.B. in den großen Kaumuskel (Musculus Masseter) durch, mit der die Muskulatur auf minimalinvasive Weise entspannen kann. Oftmals werden beide Behandlungswege kombiniert eingesetzt.

Zahnfleischlifting: bei Rauchern schwierig

Etwas schwieriger gestaltet sich die Situation bei starken Rauchern. Grundsätzlich ist ein Zahnfleischlifting nach der Pinhole Surgical Technique ein operativer Eingriff, der Wunden verursacht – wenn auch kleine. Der Genuss von Tabakprodukten stört zum einen die Wundheilung. Zum anderen ist nachgewiesen, dass das Parodontitisrisiko mit der Zahl der Zigaretten exponentiell steigt. Vor allem starke Raucher sind auch nach einem Zahnfleischlifting wieder sehr gefährdet, erneut unter Zahnfleischrückgang leiden zu müssen – sofern sie ihren Tabakkonsum nicht einschränken. „Wie man es dreht und wendet – die Zahl der Zigaretten muss drastisch reduziert werden, damit sich der Aufwand und die Kosten eines Zahnfleischliftings lohnen“, sagt Christian Bärenklau.

PST: Wie sieht die Knochenlinie aus?

Sind alle Vorbedingungen gegeben, stellen sich die nächsten Fragen. „Der Erfolg eines Zahnfleischliftings steht und fällt mit der Knochenlinie“, so Bärenklau. Ist die Knochenbasis etwa durch Bruxismus bereits zu sehr reduziert muss der Zahnarzt von einem PST-Eingriff eher abraten. Aufschluss hierüber ergibt ein Röntgenbild. Zu klären ist auch: Wo ist das Zahnfleisch in welche Maße abgebaut – und durch was? Kommt eine falsche Zahnputztechnik als Ursache in Frage, muss diese vor der Pinhole Surgical Technique Behandlung zuerst geändert werden. Bei Patienten, die ein Implantat tragen ist nun genau zu prüfen, ob in der entsprechenden Region eine Verbesserung der Zahnfleischsituation durch die PST zu erwarten ist. Prinzipiell gilt: „Eine Behandlung mit der Pinhole Surgical Technique ist eine höchst individuelle Angelegenheit. Und ja, es gibt Fälle, da wird es kompliziert. Da hilft dann nur eine genaue Untersuchung. Doch sollte gesagt sein, die Pinhole Surgical Technique macht auch vieles möglich.“