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Alles Schöne dieser Welt…
Verfasst am 18. 11. 2014 von Wolfgang Veit  
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Als erster eine Spur durch den Schnee ziehen. Kein Apres-Rummel. Keine Schirmbars. Nur die Stille der Berge. Wo gibt es das noch für Skifans? Lukas Negedly hat sich aufgemacht in den armenischen Winter – und berichtet uns über seine Tourenerlebnisse:

 

Peter und ich sind begeisterte Tourengeher und oft gemeinsam in den Alpen unterwegs. Wobei für Peter, der schon von etlichen 5000 und 6000 Metern hohen Bergen mit den Skiern hinunter ist, sind die Alpen keine wirklichen Berge. Für mich allerdings sind sie durchaus eine Herausforderung. Gemeinsam ist uns, dass wir auf diesen Touren viel Spaß haben, Zeit für interessante Gespräche haben, die Stille hören und den Einklang mit der Natur genießen. Und gerade die Stille und den Einklang mit der Natur vermissen wir immer mehr.

Skitour03

Daher dachten wir uns: „Auf zu neuen Ufern“. Nachdem Peters Lebensgefährtin aus Armenien stammt, sie immer von den schneereichen, kalten Wintern erzählt hat und etliche Photos von tief verschneiten Landschaften und schneebedeckten Bergen gezeigt hat machten wir uns letzten Winter einfach auf den Weg in dieses kleine, stolze Land im Südkaukasus. Die Reiseformalitäten waren denkbar einfach. Als EU Staatsbürger braucht man kein Visum, die Anreise über Wien war schnell und komfortabel, die Einreise und Zollformalitäten schnell erledigt und am Flughafen von Yerevan, der Hauptstadt Armeniens, wartet Arman, der für uns gebuchte Fahrer auf uns. Arman sprach zwar außer russisch und armenisch keine andere Sprache, das aber so herzlich freundlich, dass wir uns auf Anhieb gut mir ihm verstanden. Die Fahrt nach Spitak, von wo aus wir unsere Touren in Angriffen nehmen werden, dauerte ungefähr 2 Stunden. Durch den finsteren Morgen ging es durch kleine, zu dieser Uhrzeit menschenleere Dörfer. Im Schein der Scheinwerfer glitzerte der Schnee und auch die Fahrbahn war schneebedeckt, obwohl es schon seit Tagen nicht mehr geschneit hatte. Später erfuhren wir, dass in Armenien, außer in der Hauptstadt Yerevan, kein Salz und auch sonst keine Chemikalien zur Straßensäuberung verwendet werden. Erinnerungen an unsere Jugend wurden wach, als wir mit dem Schlitten bis vor die Haustür fahren konnten und als unsere Schuhe noch keine weißen Ränder hatten. Während wir auf der Rückbank Erinnerungen an den Winter unserer Kindheit und Jugend daheim austauschten, konnten wir im Morgendämmern die Konturen des Mount Aragat, unserem Berg für die kommenden Tage, erkennen. Mächtig und zugleich einladend blickte er auf uns herab. Sanfte, unbewaldete Hügel warteten darauf, erkundet zu werden. Es war ein atemberaubender Anblick  und die Vorfreude auf ein erstes Treffen mit dem Berg war riesengroß.

Winter03

Unsere Unterkunft war einfach, aber sauber und zweckmäßig ausgestattet. Wir hatten ein Doppelzimmer mit Bad und es war angenehm geheizt, mehr als wir oft während unsere Winterurlaube in Österreich gehabt hatten. Einem herzlichen Empfang folgte ein deftiges armenisches Frühstück. Alle Zutaten stammten aus der Region und das konnte man schmecken. Nach der Stärkung, einem armenischen Kaffee und dem beantworten vieler Fragen – wir waren nämlich die einzigen Touristen im ganzen Ort, aber das hatten wir ja gehofft – begannen wir mir der Erkundung der nahen Umgebung. Es war ein prächtiger Tag im Februar, der weiße Schnee knirschte unter unseren Schuhen, der Himmel war tiefblau, die Sonne strahlte und wir genossen es, diese eiskalte, saubere Luft tief zu inhalieren. Es war so still, dass man das Blut in seinem Körper fließen hören konnte. Genau nach so was hatten wir gesucht und wir waren überglücklich, es gefunden zu haben.  Den Rest des Tages verbrachten wir mit der Planung der Touren.

Winter01

Wenn ihr also so wie wir dem Massentourismus entfliehen wollt, dann seid ihr bei uns richtig. Mit F.I.T. Laufurlaub könnt ihr im Sommer unberührte Natur und unheimliche Stille erfahren. Ihr werdet armenische Gastfreundschaft und Kultur kennenlernen und dieses Land wir euch in seinen Bann ziehen.

Winter02